April 23, 2019

pssst ... Trends der Woche: DAU/MAU Ratio, Rabit Holes, Leadership-Storytelling und Ad Intelligence



Dau/Mau Ratio – zwei KPIs, die man einfach kennen muss


Täglich werden weltweit an die 500 Mio. Apps runtergeladen. Klingt viel, sagt aber nix aus, denn die meisten werden nur einmal benutzt und dann wieder gelöscht oder vergessen. Daher ist die Erfolgsmessung über Downloads recht unsinnig. Aussagekräftiger sind da wohl DAU und MAU und daher sind die beiden KPIs derzeit Social-Media-Experts Liebling: Dau bedeutet „Daily Active Users“ und das sind die täglich aktiven (Unique)-Nutzer einer App. Jeder Nutzer wird nur einmal pro Tag gezählt. MAU („Monthly Active Users) zählt die monatlichen Besucher. Entscheidend für App-Entwickler aber das Verhältnis zwischen DAU und MAU, die DAU/MAU-Ratio oder wieder Amerikaner sagt, die „Stickiness“. Erstrebenswert ist eine DAU/MAU über 50 Prozent. Facebook landet bei 64 und Tik Tok hat zum Beispiel eine DAU/MAU ratio von 1 zu 57% - das ist ziemlich gut. Angeblich bleiben die User auch bis zu 52 Minuten an den 15sekündigen Videos hängen.


Rabit Hole – get lost


Das Kaninchenloch ist nicht nur ein Fachbegriff für Literaturfans, die vor allem auf Lewis Carroll stehen und sein Buch „Alice im Wunderland“ verschlungen haben. Es ist auch ein Fachbegriff, den Online- und Social-Media-Profis gerne nebenbei fallen lassen. Gemeint sind damit „Einstiegslöcher“ ins Internet, die dazu führen, dass man sich stundenlang dort aufhält, surft und browsed, die Zeit vergisst und sich gnadenlos verzettelt. Wie Alice, so gelangt auch der unbedarfte Internet-User über bestimmte Webseiten in die „Wunderwelt“ des Internets, immer tiefer und tiefer hinein und findet dort immer absonderlichere Dinge. Für Webseiten-Designer ist es schon mal erstrebenswert die eigene Seite oder App als „Rabit Hole“ zu gestalten, verführen sie doch zum Einstieg und Umschauen. Für alle User, die es eilig haben und die es pragmatisch wollen, sind Rabit Holes ein Graus. Und selbstverständlich gibt es auch Sammlungen über diese Einstiegslöcher. Hier sind die zehn Schlimmsten.


Leadership-Storytelling: Führungskräfte sollten mehr Geschichten erzählen


Das auch Manager und Führungskräfte von Storytelling als Kommunikationstechnik profitieren können und dass die Kunst des Geschichtenerzählens sogar karriereförderlich ist, das erfahren Sie im Online-Training „Storytelling für Führungskräfte“ auf LinkedIn.


Advertising Intelligence – We will like what AI will like


Künstliche Intelligenz wird einen großen Einfluss auf unser Leben zukünftig haben. Die Anthroplogin Kathleen Richardson sieht die Gefahr aber gar nicht so sehr in der Bedrohung unserer Arbeitsplätze und der Automatisierung vieler Lebensbereiche. Sie warnt viel mehr, dass Künstliche Intelligenz unseren Geschmack und die Art, wie wir Kreativität und Ästhetik beurteilen, verändern werden. Ihrer Meinung nach werden wir uns sehr schnell an die von Computern produzierten Bilder, Musik und auch Texte gewöhnen – und unser Verständnis von Qualität wird sich dementsprechend anpassen. Daher warnt sie vor „Advertising Intelligence“, denn KI wird um uns werben und wir werden uns daran gewöhnen.


pssst… popups erscheinen regelmäßig auf Instagram und diesem Blog. Es sind Stories, Memes und Minitrends, über die man aktuell spricht. Eine subjektive Sammlung für Storyteller und Campaigner in Marketing und PR, die auf der Suche nach Inspiration sind. Die Auswahl ist absolut subjektiv und ganz meine Meinung.