May 23, 2019

"Was Sie schon immer über Imagefilme wissen wollten, aber sich nicht zu fragen trauten“ – ein Filmseminar für Einsteiger


Video, Video, Video … Unternehmenskommunikation, PR, Marketing und Onlinekommunikation – sie alle wollen Bewegtbild. Film wird zum wichtigsten Kommunikationsinstrument – ganz gleich ob als „snackable“ Content in 6 Sekunden oder einer Minute, als Kurzformat mit drei bis acht Minuten oder als Langformat von 20 bis zu 40minütigen Dokumentarfilmen. Und auch in der internen Kommunikation setzten sich immer häufiger Topmanager und Führungskräfte vor die Kamera, um ihre Teams zu erreichen. Laut Cisco wird der Internettraffic im Jahr 2020 zu 80% durch das Up- und Download von Videos bestimmt werden. Das heißt für alle Kommunikationsprofis: Film, Film, Film – fit werden in visuellem und filmischem Erzählen.

Vom Textprofi zum Filmexperten


Doch wie sieht die Realität aus? Viele Marketeers und PRler sind Textprofis - versiert im Umgang mit Worten und Argumenten. Im Umgang mit Storylines, Storyboards, Kamera, Filmschnitt, Color Grading oder Motion Graphics fehlt aber die Erfahrung. Und wenn Auftraggeber nach Film fragen, dann wagen sich viele mit Halbwissen in das Beratungsgespräch und versuchen die wichtigsten Fragestellungen zu umschiffen. Dabei ist gerade das erste Gespräch und das Briefing zu einem Film ganz entscheidend. Und man braucht kein Filmprofi ein, um die neuralgischen Punkte einer Story und der Filmproduktion im Blick zu behalten. Man muss sich nur trauen, zu fragen.
  • Wie sieht das perfekte Briefing für einen guten Imagefilm aus?
  • Wo kommt der Stoff für gute Corporate Stories her?
  • Was ist der „Magic Moment“ eines Filmes und welches Momentum macht ein Video so besonders?
  • Wie präsentiert man eine Filmidee überzeugend – einem Publikum, das filmunerfahren ist?
  • Was kostet ein Film und was sind die versteckte Kostentreiber?
Natürlich kann man sich zu diesen Fragestellungen im Netz einiges an Rat holen. Philipp Lenner, Filmemacher bei Lang&Lenner verrät zum Beispiel einige Tricks in seinem Blogbeitrag: „Das richtige Briefing – oder Was kostet denn ein Imagefilm?“ bei newsaktuell.

Und viele tolle Tipps rund um Filmproduktion und auch Kostendetails gibt es für die Leser von filmpuls, einem schweizer Onlinemagazin, das wir euch hier sehr ans Herz legen.

Frag doch!


Aber den besten Lern- und Trainingseffekt hat man erst, wenn man Profis direkt befragen kann. Wenn man seine ganz eigenen Themen, Erfahrungen und Projekte besprechen kann – mit Trainern, die wissen von was sie sprechen, da sie selbst schon in der Situation waren.

Daher freut es uns sehr, dass die letzten Teilnehmer unseres Seminars „Frau Maier, wir brauchen Bewegtbild“ so begeistert sind. Denn genau das ist unser Anspruch: Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Berater und Kommunikationsprofis zu befähigen, souveräner in die nächste Kreativsession oder Budgetverhandlung rund um Film, Corporate- und Brand Storytelling zu gehen.

Und darüber hinaus, mehr Spaß am Produkt „Image- und Corporatefilm“ zu haben und letztendlich besser Filme zu machen. 

Und das sagen unsere Seminar-Teilnehmer 


Zum Beispiel Jörg Lenuweit, Content Stratege der Agentur Archetype: „Sehr gute Veranstaltung - kann das Seminar nur empfehlen.“

Und auch seine Chefin, Birgit Heinold, Managing Director Archetype Munich, empfiehlt unser Seminar gerne weiter: „Content Strategist Jörg Lenuweit kam glücklicherweise gesund und munter und mit vielen neuen Impulsen aus dem letztjährigen Film-Seminar zurück, absolut empfehlenswert!“

Auch Sascha Tobias von Hirschfeld, Content Architect und Autor des Bestsellers „Lean Content Mangement“ war begeistert: „Kann ich sehr empfehlen - viel Inspiration für kleine und große Budgets“

Und Nathalia Traxl, Kreative und ehemalige Content Managerin bei d.tales, war inspiriert und begeistert. Sie machte gleich ein Interview mit uns zum Thema:
https://pr-blogger.de/2018/02/07/herr-maier-wir-brauchen-einen-imagefilm-was-kunden-wollen/ 

Und jetzt?


Wollt auch ihr euer Wissen rund um Storytelling, Video- und Filmproduktion verbessern und auffrischen? Wollt ihr endlich mal fragen, was ihr bisher noch nie zu fragen wagtet? Dann streicht euch Freitag, den 28. Juni, 13 bis 18.30 Uhr dick im Kalender an. Da findet das nächst Seminar und der nächste Workshop „Frau Maier, wir brauchen Bewegtbild“ in München statt. Fünf Stunden Inspiration und geballtes Wissen mit Philipp Lenner und Petra Sammer warten auf euch. Ihr wolt mehr Infos? Dann bitte hier entlang: https://langundlenner.de/fraumaier/

May 21, 2019

pssst... Trends, Memes, Stories der Woche: Papier, Puzzling, SJN, StoryTeller


Wer liest, lernt besser

Es gibt Leseforschung. Tatsächlich. Das sind Kommunikationswissenschaftler, die erforschen, wie wir Texte am besten wahrnehmen und lernen. Pablo Delgado ist Leseforscher an der Universität Valencia und er konnte anhand einer Meta-Analyse nachweisen, dass Lesen auf Papier wesentlich effizienter ist als Lesen am Bildschirm. Beim Lesen auf Papier lassen sich die Rezipienten länger Zeit und vertiefen dadurch das Gelesene besser. Es schafft ein tieferes Verständnis der Materie. Und die Studie scheint genau das zu sein, auf was viele Wissenschaftler warteten. Denn über 130 Kommunikationswissenschaftler haben bereits zu der Studie Stellung bezogen und die sog. „Stavanger-Erklärung“ zur Zukunft des Lesens unterschrieben. Darin plädiert die Initiative „Evolution of Reading in the Age of Digitalisation“ (E-READ) für mehr Forschung rund um die Auswirkungen von digitalem Lesen. Wir werden also sicher noch mehr von der Leseforschung hören.

Puzzling - Auf der Suche nach dem passenden Stück

Schnell, schnell, schnell. Hier ein „Like“, da ein „Daumen hoch“. Überall reagieren wir schnell auf Informationen, dabei haben wir sie meist gar nicht richtig gelesen. Ich gebe es selbst zu … oft liest man nur die Überschrift und verlässt sich drauf, dass der Text danach schon stimmen wird und ähnlich smart ist, wie die Headline verspricht. Kommunikationswissenschaftler beobachten diese Art der Rezeption mit Sorge. Wir leben in einer Welt der Skalierung und Fragmentierung und die Informationshappen, die wir aufnehmen, werden immer kleiner. Wissenschaftler nennen diese Art der stückweisen, geistigen Auseinandersetzung „Puzzling“ – im Gegensatz zu „Thinking“.
„Puzzling“ beschreibt das Zusammensetzen eines Weltbildes aufgrund unzähliger kleiner Bruchstücke und Kurzeindrücke (im Gegensatz zu tiefem Nachdenken und ausführlicher Analyse). Gefahr sehen Wissenschaftler vor allem dran, dass wir Ideen und Gedankengänge, die nicht mit den uns eigenen übereinstimmen, keine Zeit mehr schenken und ignorieren, da sie nicht zu unseren anderen „Puzzlestücken“ passen. „Puzzling“ verhindert, dass wir neue Zusammenhänge erkennen oder komplexe, neuen Gedankengänge nachvollziehen. Einher damit geht die These von Franklin Foer, der in seinem Buch „World without Mind – The Existential Threat of Big Tech“  vor der Harmonisierung der Information und Automatisierung des sozialen, intellektuellen und politischen Lebens warnt. Alle denken also mit der Zeit das Gleiche. Und der Philosph Michael Patrick Lynch geht sogar in seinem Buch „The Internet of Us: Knowing More and Understanding Less in the Age of Big Data.“ sogar noch weiter und verneint, dass wir die vielen Daten, die wir zur Verfügung haben in sinnvolles Wissen umwandeln. Wenn Sie also auf der Suche nach einem Puzzlestück sind, das Ihnen gerade ins Bild passt, dann lesen Sie doch, was Adrian Lobe in seinem lesenswerten Artikel  zu sagen hat.

SJN – Solution Journalism

SJN steht für Solution Journalism Network und noch vor einem Jahr interessierte sich niemand für das Angebot der ehemaligen NYT-Journalisten und deren Workshops. Heute rennen ihnen Journalisten und Medien die Bude ein, denn jeder ist interessiert an dieser neuen Form des Journalismus. Ein Journalismus, der nicht nur aufdeckt und hinterfragt, sondern auch positiv nach vorne blickt und Lösungen anbietet. Anschieber war Donald Trump. Denn eine Studie der Rand Foundation konnte nachweisen, dass Menschen, die sich machtlos fühlen, eher Trump wählen. Wer aber Lösungen sieht, wählt anders. Daher legte SJN den journalistischen Fokus nicht mehr so stark auf die Probleme, sondern auf Lösungen und Handlungsoptionen. Chefredakteurin Tina Rosenberg sieht viel Potenzial in lösungsorientiertem Journalismus – auch finanziell. „Studien zeigen, dass lösungsorientierte Reportagen nicht die Klickzahlen, aber die Verweildauer auf der Seite um 10 bis 20 Prozent erhöhen, dass sie Leserbindung und Glaubwürdigkeit stärken.“ So Bornstein in der SZ.


StoryTeller / Food Art – viel zu schön zum essen

Marie Sophie Hingst zaubert aus Brot, Wurst und Senf schon mal schnell eine VanGogh-Bild auf dem Teller. Und diese Food Art hat sie so gut und oft gemacht, dass es dazu jetzt auch ein Buch gibt. Mit dem schönen Titel „Kunstgeschichte als Brotbelag“  - Muss man einfach zum Fressen gern haben.



pssst… popups erscheinen regelmäßig auf Instagram und diesem Blog. Es sind Stories, Memes und Minitrends, über die man aktuell spricht. Eine subjektive Sammlung für Storyteller und Campaigner in Marketing und PR, die auf der Suche nach Inspiration sind. Die Auswahl ist absolut subjektiv und ganz meine Meinung.

May 15, 2019

pssst... Trends der Woche: Beichte, Unboxing, Stories für Manager, Instagramisierung


“Ich bekenne mich schuldig … öffentlich“

Der Filmwissenschaftlerin Nathalie Weidenfeld ist etwas Interessantes aufgefallen: groß im Trend ist jetzt das Beichten. Ja, richtig gehört. Man entschuldigt sich mehr und mehr in der Öffentlichkeit und gesteht seine Fehler ein. Nicht nur Privatpersonen tun das, sondern auch Manager, Politiker und Prominente. Spannend ist, dass Weidenfeld eine Parallele zu den Puritanern des 17. Jahrhunderts zieht, denn damals wurden Gläubige angehalten, in der Kirche, vor der ganzen Gemeinde, ihre Sünden zu beichten. Die Beichte war nicht nur Erlösung für den Büßer (und eine riesen Schau für die Zuhörer), „die Entäußerung des Selbst vor der Gemeinde wurde damit belohnt, dass der Bekennende daraufhin als vollwertiges Mitglied der Gemeinde aufgenommen wurde,“ so Weidenfeld in der SZ.

Und die Wissenschaftlerin bemerkt auch, dass die Puritaner ihre helle Freude an Facebook und Co. gehabt hätten – so viel Bekenntnis, wie sich dort findet. Sie fordert daher ein „Recht auf Opakheit“, ein Recht auf „Geheimnisse“. Denn Menschen sollten nicht daran gemessen werden, wieviel sie bereit sind von sich „preiszugeben“, sondern sollten auch das Recht haben, „etwas zurückzuhalten“.

Jetzt wird ausgepackt

Und zwar wortwörtlich. Es ist zwar schwer zu verstehen, aber es gibt jede Menge Menschen, denen es gefällt, wenn andere – vor laufender Kamera – etwas auspacken. „Unboxing“ nennt man das. Und man kennt das Phänomen eigentlich vom Kindergeburtstag. Da war schon immer diese Spannung, die unter dem Geschenkpapier lag – daher galt: Schleife abzerren und Papier aufreißen. So brutal sind Unboxing-Videos auf YouTube nicht, denn schließlich geht es nicht so sehr um den Überraschungseffekt, sondern viel mehr um die Beurteilung des Inhaltes. Denn was der Paketbote gebracht hat, wird nun auf Herz und Nieren geprüft. Am erfolgreichsten dabei sind Kids. Vielmehr ein Kind, nämlich Ryan. Der Siebenjährige hat 18 Millionen Follower auf seinem YouTube Kanal „Ryans Toy Review“ und er darf regelmäßig Spielwaren, Kinderklamotten und jede Menge Schnickschnack auspacken, probespielen, probeanziehen und was sonst seine Fans noch sehen wollen.
Laut Trendforscherin Adrienne Appell ist „Unboxing“ der größte Spielzeugtrend der letzten zwei Jahre  und daher produziert die amerikanische Spielwarenindustrie jetzt auch eigenes Spielzeug, das sich „unboxen“ lässt. Das sind zum Beispiel bunte Kuscheltierhunde, die man erst auswickeln muss, um sie zu entdecken, oder Blumenkinder, die ihre Farbe wechseln, wenn man die Box öffnet. Und überall wimmelt es an Bällen, Schächtelchen und Eiern, die eine Überraschung bergen. Nun ja werden Sie sagen, das ist doch das gute alte „Ü-Ei“. Richtig. Aber jetzt müssen Sie das nur noch laufender Kamera und vor einem Millionenfachen Publikum aufmachen und essen.

Storytelling für Führungskräfte

Über 15.000 Personen haben sich das Online-Training „Storytelling für Führungskräfte“ auf LinkedIn angesehen. Das Interesse an der Kommunikationstechnik des Storytellings reißt also nicht ab und immer mehr Manager und Teamleiterinnen entdecken es sogar für sich selbst, um den eigenen Auftritt vor Kollegen, Kunden und Stakeholdern zu verbessern. Wie gut sind Sie im Geschichten erzählen und emotionalen präsentieren? Interesse an ein paar Tipps und Tricks, wie Sie Ihre nächste Rede, Interview oder Präsentation merkfähiger und aufmerksamkeitsstärker gestalten können? Dann clicken Sie bei LinkedIn rein oder schreiben Sie mir eine email.

Instagramisierung – Städte, Hotels, Shops … nur um ins Bild zu kommen

L.A. war sicher eine der ersten Städte, die den Trend erkannt hatte. Um Touristen heute in die Stadt zu locken, muss man was bieten. Für Instagram. Also wurden Strassenkünstler bemüht, um richtig Farbe zu geben und Orte zu schaffen, damit man vor bester Kulisse das knallige Selfie machen kann: Die Liebewand in Culver City, die Herzchentreppe in Silver Lake und die Engelsflügel an der Wand in Venice Beach. Auf der Melrose Avenue muss durchaus auch mal ein Polizeibeamter einschreiten, um die Jugendlichen zu koordinieren, die alle ein Selfie schießen wollen. Und auch Hotels gestalten ihre Innenräume schon lange nicht mehr nur, um Gastfreundschaft zu demonstrieren. Wer schon mal bei 25hours übernachtet hat, der weiß, dass man ein Hotel durchaus auch Instagram-gerecht gestalten kann (obwohl das laut Christoph Hofmann, Mitbegründer der Hotelkette, ursprünglich gar nicht die Intension war). Und auch manche Modekollektion von Prada bis Gucci ist vom Instagram-Virus erfasst. Denn dort widmet man sich verstärkt wieder den Accessoires, die oberhalb Brusthöhe zum Einsatz kommen (Tücher, Hüte, Creolen, Blusenausschnitte) … also allem, was beim Selfie noch zu sehen ist.

pssst… popups erscheinen regelmäßig auf Instagram und diesem Blog. Es sind Stories, Memes und Minitrends, über die man aktuell spricht. Eine subjektive Sammlung für Storyteller und Campaigner in Marketing und PR, die auf der Suche nach Inspiration sind. Die Auswahl ist absolut subjektiv und ganz meine Meinung.




May 07, 2019

Hilfe! Marketingprofis brauchen dringend Hilfe - beim Storytelling



42 Prozent der Marketeers scheitern daran, aus langweiligen Unternehmensinhalten interessante Geschichten zu machen. Storytelling ist eine Schlüsselqualifikation des Marketings, aber laut eigenen Angaben brauchen die Kommunikationsprofis dringend Hilfe. Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage des amerikanischen Weiterbildungsunternehmens Lawrence Ragan Communications, das aktuell 576 Marketingfachleute nach ihren größten Herausforderungen für die Kommunikationsarbeit befragte. Ok, das gilt also nur für USA, oder? Mitnichten. Auch das Deutsche Institut für Marketing sieht Nachholbedarf.

Schulbankdrücken Marketeers!


Die Ergebnisse dieser Umfragen scheinen eindeutig, doch ist auch ihr Zweck schnell erkennbar: hier sollen Storytelling-Seminare gebucht werden. Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn sich Marketingprofis weiterbilden und neben der Preis- und Produktgestaltung, der Distribution und dem Management von Kommunikationskanälen auch noch um die unterhaltsamen Inhalte kümmern. Und gewisse Grundlagen des Storytellings sind auch absolut erforderlich, wenn man die Technik erfolgreich einsetzen will.

Aber ich will an dieser Stelle auch einmal eine Lanze brechen für die wahren Storyteller. Für die, die das schon immer machen und die damit sogar – mehr oder weniger – ihr Geld mit verdienen. Gemeint sind damit Journalisten, Romanautoren, Dramaturgen, Theatermacher, Drehbuchschreiber, Regisseure und Filmproduzenten. Ganz besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen aber Dokumentarfilmer und -filmerinnen.

Kreative mit unverstelltem Blick


Dies sind Kreative mit einem unverstellten Blick. Sie können nicht nur Geschichten gut erzählen, sondern ganz neue Perspektiven aufzeigen. Und genau diese neuen, frischen Perspektiven suchen wir doch für Marketing und Unternehmenskommunikation.

Wenn Sie Marketeer oder Unternehmenskommunikator sind, dann belegen Sie gerne ein Storytelling-Seminar. Sie werden Vieles lernen, das sich weit über Marketing hinaus nutzen lässt. Vor allem aber suchen Sie die Nähe zu Dokumentarfilmern. Denn wenn es darum geht, Unternehmensinhalte in neuem Licht darzustellen – sind diese Kreativen weit erfolgreicher als jedes Seminar Ihnen bieten kann.

Doch einen Haken hat die Sache. Unglücklicherweise sind dieses Dokumentarfilmer nicht einfach in der Handhabe. Sie sind äußerst skeptisch – ganz besonders gegenüber profitorientierten Unternehmen und Erfolgsmarken. Kein Wunder, denn der kritische Blick hinter die Kulissen ist Teil ihres Berufsethos. Und das macht den Kontakt zu Unternehmenskommunikation und Marketing nicht unbedingt einfacher.

Frischer Wind in der Marketingabteilung


Aber gerade das sehe ich als Chance. Und ich hoffe, ich kann sowohl Unternehmen als auch Dokumentarfilmer und -filmerinnen davon überzeugen, häufiger aufeinander zuzugehen. Denn schon eine ganze Weile ist ein frischer Wind in den Marketingabteilungen spürbar. Da ist man auf der Suche nach authentischen, echten, unverstellten Stories. Auf der Suche nach kreativen Geschichten mit neuen Blickwinkeln. Und genau das ist es, was der Dokumentarfilm zu bieten hat. Man muss ihn (und sie) nur machen lassen.

Also, reden wir miteinander. Wann und Wo?

Zum Beispiel auf dem DOK.fest in München. Im Rahmen des DOK.forums diskutieren wir genau dieses Thema unter dem Titel „PLAYGROUND DOCUMENTARY-DOCUMENTARY FOR CORPORATE STORYTELLING-CURSE OR BLESSING?“ – Wir sehen uns hoffentlich a11. Mai um 14 Uhr in der HFF. Mehr Infos hier


Oder aber Sie kommen am 6. September zur Storytelling-Konferenz Plot19 – ein ganzer Tag vollgepackt mit Tipps und Tricks rund um Storytelling & Bewegtbild. Mehr Infos unter www.whattheplot.com. Ich freue mich auf Sie.

May 06, 2019

pssst.... Trends of the week: Roblox, Kuratiertes Streamen, Storybooks und Henry



Roblox ist ein Computerspiel. Oder doch nicht?

Eigentlich ist es kein Spiel, sondern eine Game-Plattform und sie ist bei Kids so erfolgreich, dass Lego und Minecraft einpacken können. Schon 2017 verbrachten unter 13jährige auf Roblox mehr Zeit als auf YouTube. Was die Kids fasziniert? Das gleiche, wie bei Lego und Minecraft: man kann was bauen. Aber eben keine Türmchen, sondern Computerspiele. Und zwar kinderleicht. Und weil das so einfach ist, programmieren Millionen von Kindern ihre eigenen Spiele. Angeblich bauen von den 90 Millionen Spielern weltweit über vier Millionen User selbst - über eine Million Spiele pro Monat! Die über 60 Millionen Spiele sind zwar einfach, aber machen Spaß … man kann seine eigene Pizza bauen, Brot backen, Handwerkern – Jump und Run ist der Klassiker. Entscheidend ist aber gar nicht sosehr die Art des Zeitvertreibs, sondern wie Roblox Kinder an Computer heranführen. Jeder wird hier zum Programmierer. 

Kein Durchblick mehr am Film- und Serienmarkt? Streamingdienste kuratieren jetzt

Netflix, Amazon Prime, HBO, TNT, YouTube Red, Sky, Telekom Magenta, Disney, Apple … es wird kompliziert. Wer es sich am verdienten Feierabend auf dem Sofa bequem macht und einfach nur einen guten Film ansehen will, der hat die Qual der Wahl und die Auswahl wird immer größer. So endet schon mal ein Filmabend, den man sich gemütlich und entspannt vorgestellt hatte, in einer frustrierten Suche nach der perfekten Serie oder dem ultimativen Filmerlebnis und endet mit einer Menge angerissender Filmschnipsel, ohne sich entscheiden zu können. Und weil wir so frustriert sind, kommen jetzt noch einige weitere Streamingdienste dazu. Die aber Abhilfe versprechen. Mubi zum Beispiel. Gründer Efe Cakarel verspricht kuratierte Inhalte von hoher Qualität. Ohne Qual der Suche, denn jeden Monat wird ein anderer Film vorgestellt. Und dazu gibt es auch ein erstklassiges Online-Filmmagazin: „The Notebook“ - Absolutes Abo-Muss für Filmfans

Storytelling, echt jetzt?

Wer Storytelling nicht nur als Buzzwort verwenden will (was natürlich legitim ist, denn jeder spricht jetzt über Storytelling), der sollte sich schlau machen, was wirklich hinter der Kommunikationstechnik steckt. Und zwar mit ein paar Büchern. Empfehlen möchte ich Paul Smith: Lead with a Story, Annette Simons: The Story Factor  und Petra Sammer: Storytelling – in der zweiten, überarbeiteten Auflage. 

Henry, Oh Henry

Also auf Platz eins der beliebtesten Vornamen in Deutschland stehen keine Überraschungen. Wieder sind es Traditionalisten und zwar „Marie“ und „Paul“. Und weiter geht es dann auch nach bewährtem Muster. Wir kennen das schon, denn in Deutschlands Kindergärten wimmelt es nur so von „Sophies“, „Marias“, „Sophias“ und „Emilias“. Und die beliebtesten Jungsnamen sind laut Gesellschaft für deutsche Sprache https://gfds.de/vornamen/beliebteste-vornamen/ nach „Paul“ eben „Alexander“ und „Maximilian“. Aber gerade bei den Jungs lassen sich Zeitgeist und Sehnsüchte der Muttis ganz gut ablesen, denn da stehen auch „Elias“ und „Ben“ ganz oben auf der Liste. Aufhorchen ließ jetzt aber „Henry“, der einzige Neuzugang unter den Top 10. Und Deutschland stellt sich schon die Frage, wem man das wohl zu verdanken hat.


pssst… popups erscheinen regelmäßig auf Instagram und diesem Blog. Es sind Stories, Memes und Minitrends, über die man aktuell spricht. Eine subjektive Sammlung für Storyteller und Campaigner in Marketing und PR, die auf der Suche nach Inspiration sind. Die Auswahl ist absolut subjektiv und ganz meine Meinung.