September 09, 2019

pssst... popups: Kawaii, Scope Creep, Maschinenlernen, Storytelling & V-Bucks


pssst… popups erscheinen regelmäßig auf Instagram und diesem Blog. Es sind Stories, Memes und Minitrends, über die man aktuell spricht. Eine subjektive Sammlung für Storyteller und Campaigner in Marketing und PR, die auf der Suche nach Inspiration sind. Die Auswahl ist absolut subjektiv und ganz meine Meinung. Mehr zum Thema Trends, Kreativiätstechniken & Seminare – auf www.petrasammer.com

Kawaii – ein süßes Ästhetikonzept


Fans von Anime und Manga kennen den Begriff Kawaii nur zu gut. Der Begriff stammt aus dem Japanischen und bezeichnet alles, was süß, niedlich und knuffig ist. In der japanischen Alltagskultur ist dieses Ästhetikprinzip durchgängig – nicht nur Mode oder Taschen werden mit süßen Augen bedruckt, auch Laptops bekommen witzige Ohren, Tassen sehen wie kleine Mäuse aus, aber auch Fahrradständer werden von Häschen gestützt oder Züge bekommen ein süßes Lächeln auf die Frontscheibe geklebt. Im Westen ist das Prinzip der optischen Niedlichkeit eigentlich eher Kindersachen vorbehalten, aber in vielen Bereichen – nicht nur in Games, bei technischen Gadgets und auch beim Design von Apps – steht das Kawaii-Prinzip mehr und mehr im Vordergrund, ganz besonders, um die Angst vor Technologie und Innovationen zu nehmen.

„Scope Creep“ - Jargon


Für alles gibt es mittlerweile Hype-Begriffe. So auch für das Phänomen, dass ein Projekt schleichend verlagert oder gar künstlich zu etwas viel Größerem aufgeblasen wird, weil man absehen kann, dass die ursprüngliche Idee nicht funktioniert und wohl scheitern wird: Das ist ein Scope Creep.

„Maschinen lesen Bücher – und Botschaften“ - TechBias


„Wir scannen nicht all die Bücher, damit sie von Menschen gelesen werden. Wir scannen Bücher, damit sie von künstlicher Intelligenz gelesen werden“, das sagt der US-Wissenschaftshistoriker George Dyson. Da scheint schon durch, auf was wir uns in der Zukunft einstellen dürfen. Dass nämlich nicht wir Menschen mit Maschinen kommunizieren, sondern dass diese sich selbst untereinander vortrefflich austauschen werden. Angeblich sind heute schon 15 Prozent der Twitter-Accounts software-geführt. Diese Bots werfen automatisch Botschaften unter die Twittergemeinde und ins Netz, in der Hoffnung, dass dies wer liest. Und dann gibt es da auch Bots, die bestimmte Themen aufnehmen und bestätigen. Maschinen-Claqueure quasi. Und daher ist auch klar, dass in einigen Ecken des Internets bereits heute Maschinen mit Maschinen debattieren (oder wie auch immer man das nennen will). Denn die einen werfen Botschaften aus, die anderen kommentieren und verstärken sie – alles ganz ohne Menschen.

Storytelling wird zum Bestseller


Es freut mich sehr, dass mein Buch „Storytelling“ (2. Auflage, O´Reilly, 2017) an einigen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Standardwerk geführt wird. Doch eigentlich ist es weniger für die Lehre, sondern für Praktiker in der Unternehmenskommunikation, für Marketing- und Brandmanager, für Agenturteams und Kommunikationsberater geschrieben, die auf der Suche nach stimmigen Definitionen des Begriffes „Storytelling“ für Marketing und PR sind und die auf einfache und zugängliche Bausteine guten Storytellings zurückgreifen wollen. Daher gibt es jede Menge Checklisten und auch Literaturtipps in meinem Buch, die wir in der zweiten Auflage aufwändig aktualisiert haben. Die vielen Best-Practice-Beispiele dienen als Inspiration – und wer dann immer noch nicht genug hat, der kann mich gerne kontaktieren und ich helfe, weitere Beispiele für die jeweilige Branche oder das passende Kommunikationsziel zu finden. Ich bedanke mich an dieser Stelle für all die vielen Leser – seit der Erstauflage 2014 ist „Storytelling“ beständig unter den Top10 und Top20 der beliebtesten und meistverkauften Bücher in der Kategorie „PR“ auf amazon. Daher bedanke ich mich sehr für dieses Vertrauen, begrüße alle neuen Leser und wünsche ihnen viel Spaß bei der Lektüre. 

Bezahlen bitte: mit V-Bucks


Epic Games macht drei Milliarden Gewinn (!) mit einem kostenlosen Computerspiel. Klingt wahnsinnig? Ist es auch. Die kostenlose Variante „Fortnite Battle Royale“ erwies sich als Superhit. Und mit dem Spiel setzt Epic Games nicht nur neue Standards in punkto Games-Vermarktung, sondern auch in Trendsetting-Themen wie „Tanz“ oder „Mode“, denn die Spieler tragen das, was sie im Spiel erleben in die reale Welt. Was früher also der Bolzplatz oder Schulhof war, wo man sich über die neueste Coolness austauschte, das sind heute Online-Plattformen und eben Fornite. Und weil man früher am Bolzplatz oder im Schwimmbad auch Taschengeld brauchte, so braucht man auch heute in Fornite Geld, um sich die neuesten Gadgets virtuell kaufen zu können. Und dieses Geld gibt es schon: V-Bucks (Vindertech Bucks). Rare Gegenstände können durchaus mal 200 V-Bucks kosten, was etwa 20 Euro entspricht. Aber Vorsicht: wie mit jeder Währung wird auch hier gehandelt und getradet und auch jede Menge Unfug getrieben.