Wie sieht Ihr Ende aus? 7 Tipps für den perfekten Abgang
»The Aha! experience is much more satisfying when it is preceded by the Huh? experience.« — Chip & Dan HeathDenken Sie schon am Anfang Ihrer Rede, Ihrer Präsentation, Ihres Vortrages an den Schluss. Fangen Sie also von hinten an. Denn Ihr Schlusspunkt muss definitiv ein anderes Niveau haben, als Ihr Anfang.
Wenn es nach Nancy Duarte geht, die jede Rede gern als „Sparkline“ sehen möchte, sollte man am Ende das WAS IST hinter sich gelassen haben und den Schlusspunkt setzen mit WAS WÄRE, WENN und WAS KÖNNTE SEIN.
Entlassen Sie Ihr Publikum mit einer Hoffnung und einem Versprechen. Sicher, ob Sie dieses geben können und wollen, hängt von Ihnen und Ihrem Thema ab, auf jeden Fall sollte Ihr Publikum am Ende Ihrer Rede allerdings mehr wissen, als am Anfang.
Wird sich Ihr Publikum das neu gewonnene Wissen merken können?
Genau das hängt von Ihrem Schluss ab.»Ohne Gefühle gibt es keine Erinnerung«, sagt der Neuropsychologe Hans J. Markowitsch in seinem Buch „Dem Gedächtnis auf der Spur“. Und deswegen sollten Sie Ihren Schlusspunkt besonders interessant und emotional gestalten.
Paul Smith, ehemaliger Manager bei Procter & Gamble, vertraut am Schluss auf das Momentum der Überraschung — nicht so sehr, um sein Publikum zu beeindrucken, sondern vor allem, um das vermittelte Wissen im Langzeitgedächtnis zu verankern:
»The purpose of a surprise at the end is to sear the entire story in your audience’s long-term memory. Memories don’t form instantly in the brain like a photography. They form over a period of time shortly after the event happens — a process psychologists call memory consolidation.«
Diese Gedächtniskonsolidierung wird durch emotionale Erfahrungen erheblich verstärkt. Dabei spielt die emotionale Regung des Staunens eine ganz entscheidende Rolle, denn »Staunen motiviert uns, etwas Neues zu verstehen (…). Der neue Sachverhalt wird mit vielen Eindrücken verknüpft im Gedächtnis abgespeichert und kann deshalb besonders leicht wieder abgerufen werden«, so der Kognitionsforscher Ralph Ohnemus.
Bringen Sie also Ihr Publikum zum Staunen
Der Anfang Ihrer Story ist entscheidend, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu wecken. Das Ende aber macht den Unterschied. Deshalb legt Paul Smith allen Storytellern in Unternehmen und Organisationen den Schluss ganz besonders ans Herz:»If you can choose between placing the surprise at the beginning or the end (of your story), always choose the end. It’s much more important in making the story memorable and maintaining listeners’ interest throughout the story while they wait to find out the detail your hiding from them.«
7 Ideen für den perfekten Schlusspunkt
Ein gutes Ende zu finden, ist aber oft gar nicht so einfach. Diese sieben Tipps helfen Ihnen, einen guten Abgang zu machen:- Zurück zum Anfang: Knüpfen Sie in Ihrer Präsentation an Ihr Anfangsstatement an oder erzählen Sie eine Geschichte zu Ende, die Sie zu Beginn Ihrer Präsentation eingeleitet haben. Geben Sie Ihrer Präsentation einen Rahmen, indem Sie Anfang und Ende miteinander verbinden.
- Daumenkino: Fassen Sie am Ende im Schnelldurchlauf — wie in einem Daumenkino — die wichtigsten Punkte zusammen und verknüpfen Sie diese logisch miteinander.
- Schluss-Story: Beenden Sie Ihre Präsentation mit einer kurzen persönlichen Geschichte oder Anekdote.
- Humorvoller Schluss: Beenden Sie Ihre Rede mit einer kurzen humorvollen Pointe.
- Zitierfähig: Beschließen Sie Ihre Präsentation mit einem Zitat, das Ihre These bestätigt.
- Appell: Stellen Sie einen Appell ans Ende Ihrer Präsentation und entlassen Sie Ihr Publikum mit der klaren Aufforderung, etwas zu tun.
- Inspirieren Sie: Entlassen Sie Ihr Publikum mit einem inspirierenden, vielleicht sogar provozierenden Gedanken; regen Sie zum Nachdenken an und zum gemeinsamen Gespräch nach Ihrer Rede.
Noch mehr Tipps für Führungskräfte, die die Kunst des Storytellings erlernen wollen, finden Sie in dem Buch, aus dem dieser Text stammt: What´s your Story? Leadership Storytelling für Führungskräfte, Projektverantwortliche und alle, die etwas bewegen wollen, von Petra Sammer, erschienen im Verlag O´Reilly.
This text was written by a human; AI tools were used for spelling and grammar checks. Photo: Hansjörg Keller auf Unsplash





